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Scharnier einfräsen: So fräst du ein Scharnier sauber ein

Een scharnier infrezen betekent dat je een uitsparing maakt die precies zo diep is als het scharnierblad dik is. Bij de meeste kogellagerscharnieren is dat 2,5 mm, bij een zwaar veiligheidsscharnier met dievenklauw 3 mm. Frees je dieper, dan klemt je deur aan de slotzijde. Frees je ondieper, dan blijft er een kier staan en sluit hij stroef. Hieronder lopen we langs de freesdiepte per scharniermaat, het werken met een freesmal, de hoeken afwerken met een beitel en de scharnieren waarvoor je helemaal niet hoeft te frezen. Met de maten uit ons eigen assortiment erbij, zodat je weet wat je meet.
Freesmal waarmee je een scharnier infrezen nauwkeurig uitvoert
deur afhangen

Scharnier einfräsen: So fräst du ein Scharnier sauber ein

Wie tief musst du ein Scharnier einfräsen?

Genau so tief, wie das Blatt deines Scharniers dick ist. Nicht tiefer und nicht flacher. Wenn du ein Scharnier einfräsen willst, ist die Blattstärke also das Maß, nach dem du die Fräse einstellst. Bei den Kugellagerscharnieren, die wir am häufigsten verkaufen, beträgt diese Blattstärke 2,5 mm. Bei einem schwereren Sicherheitsscharnier mit Bandseitensicherung sind es 3 mm.

Wichtiges Detail: Du teilst diese Stärke nicht auf zwei Seiten auf. Sowohl die Tür als auch die Zarge bekommen jeweils eine eigene Ausfräsung in voller Blattstärke. Fräst du in beide nur die halbe Stärke ein, steht deine Tür später 2,5 mm zu weit vor.

Diese Maße stammen aus unserem eigenen Sortiment und taugen gut als Faustregel:

Scharnier Abmessung Blattstärke (also Frästiefe) Türgewicht Anzahl pro Tür
Kugellagerscharnier, leichte Zimmertür 76 x 76 mm 2,5 mm bis 50 kg 2 bis 3
Kugellagerscharnier, Standard 89 x 89 mm 2,5 mm bis 70 kg 3
Sicherheitsscharnier mit Bandseitensicherung, SKG 3-Sterne 89 x 89 mm 3 mm (Einbautiefe 14 mm) bis 80 kg 3
Schweres Kugellagerscharnier 102 x 102 mm Blatt nachmessen, steht auf der Produktseite bis 100 kg 3 bis 4
Unsichtbares 3D-Scharnier 160 x 32 mm nach der Frässchablone des jeweiligen Herstellers je nach Typ 2 bis 3

Zur Einordnung: SKG 3-Sterne ist die höchste Stufe der SKG-Zertifizierung, eines niederländischen Sicherheitsgütesiegels. Miss immer mit einem Messschieber nach. Ein Blatt mit 2,5 mm und eins mit 3 mm sehen auf dem Tisch gleich aus, und genau dieser halbe Millimeter zeigt sich später an einer Tür, die schleift. Weißt du noch nicht, welchen Typ du brauchst, lies zuerst, welche Scharniere es gibt und welches zu deiner Tür passt.

Was brauchst du, um Scharniere einzufräsen?

Du kannst es mit dem Stechbeitel machen, aber mit Oberfräse und Schablone arbeitest du schneller und vor allem sauberer. Das liegt bei uns auf der Werkbank:

  • eine Oberfräse mit mindestens 750 Watt und Kopierring
  • ein gerader Nutfräser, meist 8 bis 12 mm, bei dem sich die Tiefe in Schritten von 0,1 mm einstellen lässt
  • eine Frässchablone, die zu deinem Scharnier oder Scharnierset gehört
  • zwei Schraubzwingen, um die Schablone zu fixieren
  • ein scharfer Stechbeitel mit 18 oder 25 mm für die Ecken
  • Bleistift, Anschlagwinkel und Messschieber
  • die passenden Scharnierschrauben, denn viele Scharniere werden ohne Befestigungsmaterial geliefert

Das Letzte kommt häufiger vor, als man denkt. Die Intersteel Scharniere, die wir verkaufen, gehen standardmäßig ohne Schrauben in den Karton.

Scharnier einfräsen mit Frässchablone, Schritt für Schritt

Hast du eine Schablone, die zu deinem Scharnier passt, ist das eine Viertelstunde Arbeit pro Tür.

  1. Stell die Tür auf die Kante, mit der Bandseite nach oben. Spann sie fest ein, denn eine Tür, die wegkippt, während die Fräse läuft, ist eine beschädigte Tür.
  2. Zeichne die Positionen an. Das obere Scharnier sitzt in der Regel 20 cm unter der Oberkante, das untere 25 cm über der Unterkante und das dritte genau mittig dazwischen.
  3. Leg die Frässchablone auf die Markierung, prüf mit dem Anschlagwinkel, ob sie rechtwinklig liegt, und fixier sie mit zwei Schraubzwingen.
  4. Stell die Frästiefe auf die Blattstärke ein. Halte das Scharnier neben den Fräser und justiere, bis die Schneide mit dem Blatt bündig ist.
  5. Fräs in zwei Durchgängen. Erst etwa die halbe Tiefe, danach die volle Tiefe. Das gibt eine sauberere Kante und verhindert Ausrisse im Furnier.
  6. Nimm die Schablone ab und setz das Scharnier probeweise ein. Das Blatt muss bündig mit dem Holz liegen oder höchstens einen Zehntelmillimeter tiefer.
  7. Bohr die Schraubenlöcher vor. Bei Hartholz mit einem 2,5-mm-Bohrer, bei Fichte mit 2 mm. So reißt das Holz nicht auf.

Scharnier einlassen ohne Schablone

Keine Schablone zur Hand? Leg das Scharnier an seinen Platz, zieh den Umriss mit einem spitzen Bleistift nach und stich die Linien mit dem Stechbeitel vor. Schlag die Kontur zuerst rundherum ein, ungefähr bis zur Blattstärke. Stich danach das Holz in dünnen Spänen heraus, mit der flachen Seite des Beitels nach unten. Ruhig arbeiten und oft anhalten. So hat es schon dein Großvater gemacht, und die Methode funktioniert noch immer, sie dauert nur dreimal so lange.

Welche Frässchablone gehört zu welchem Scharnier?

Eine Frässchablone ist typgebunden. Eine Schablone für ein normales Blattscharnier passt nicht auf ein verdecktes Scharnier, und verdeckte Scharniere unterscheiden sich außerdem je nach Hersteller. Das sind die Schablonen, die wir führen, und wofür sie gedacht sind:

Frässchablone Wofür
Riens Frässchablone 89 x 89 Standard-Blattscharniere und Kugellagerscharniere 89 x 89 mm
Riens Frässchablone Paumelles 75 x D14 Türbänder (Paumelles) mit 14 mm Stiftdurchmesser
Riens Frässchablone Intersteel die verdeckten Scharniere von Intersteel
Riens Frässchablone Kubica 8000 unsichtbare Scharniere Kubica 8000
Riens Frässchablone Kubica 6700, Häfele H7, TKZ Esprit diese drei Typen haben dieselbe Ausfräsung
Frässchablone AXA verdeckte Scharniere 80 kg, doppelt verdeckte Scharniere von AXA bis 80 kg, Tür und Zarge in einem
Riens Frässchablone Argenta Magnotica Pro, Neo M-6 und TYO die zugehörigen Scharnierserien von Argenta
Riens Frässchablone Xinnix 4030 das Türsystem Xinnix 4030

Bestellst du ein verdecktes Scharnier, schau gleich nach, ob es die passende Schablone dazu gibt. Das spart eine zweite Bestellung und eine Baustelle, die stillsteht. Alle Schablonen findest du gesammelt in unserer Kollektion Frässchablonen, die passenden Scharniere unter Scharniere mit Frässchablone.

Scharnier in die Zarge einfräsen

Die Zarge ist der knifflige Teil, denn dort kannst du die Tür nicht einfach hinlegen. Du fräst im Stehen, oft in einer engen Ecke, und einen Fehler in der Zarge behebst du nicht mal eben.

Geh deshalb so vor: Montier zuerst nur die Scharniere an der Tür. Stell die Tür auf Keilen in der richtigen Höhe in die Zarge, mit rundherum etwa 2 mm Luft. Zeichne dann die Zargenseite am bereits befestigten Scharnier an. So überträgst du die tatsächliche Position und nicht die theoretische.

Spann die Schablone mit einem Stück Restholz gegen die Zarge, damit sie nicht kippen kann. Fräs auch hier in zwei Durchgängen und arbeite die Ecken mit dem Beitel nach. Bleibt nach dem Einhängen trotzdem Spiel, lies nach, wie du eine klemmende Tür wieder richtig einstellst.

Runde Ecke, eckige Ecke oder gar nicht fräsen

Die Eckform des Scharnierblatts bestimmt, wie viel Handarbeit übrig bleibt. Eine Oberfräse macht nämlich immer eine runde Ecke, mit dem Radius deines Fräsers.

  • Runde Ecke. Passt genau zu dem, was die Fräse hinterlässt. Fräsen und fertig, keine Beitelarbeit. Das ist der schnellste Weg beim maschinellen Einfräsen.
  • Eckige Ecke. Schön klar und klassisch, aber du musst die vier Ecken mit dem Beitel rechtwinklig nachstechen. Rechne mit fünf Minuten mehr pro Scharnier.
  • Nicht fräsen. Ein Aufschraubscharnier schraubst du auf das Holz, es muss also überhaupt nicht eingelassen werden. Praktisch bei einer Schranktür, einer Klappe oder einer Tür, die du nicht beschädigen willst.

Schwerere Türen stellen andere Anforderungen an die Ausfräsung als leichte. Welche Größe und wie viele Scharniere du dafür brauchst, steht in unserem Beitrag über Scharniere für eine schwere Tür.

Unsichtbare Scharniere einfräsen

Bei einem unsichtbaren Scharnier fräst du keine flache Ausnehmung, sondern eine tiefe Tasche in die Stirnseite der Tür und in die Zarge. Ein Scharnier mit 160 x 32 mm verschwindet dort komplett. Ohne Schablone fängst du hier gar nicht erst an, denn die Tasche reicht weit ins Holz, und ein Millimeter schief bedeutet, dass die Tür nicht mehr schließt.

Rechne außerdem damit, dass du mehr Material zum Einfräsen brauchst. Eine Röhrenspantür mit dünnem Rahmen ist oft zu schwach für ein verdecktes Scharnier. Mehr über diesen Typ liest du bei Pivottüren und unsichtbaren Scharnieren.

Aus unserer Praxis

Vor Kurzem hatten wir einen Kunden mit einer neuen Zimmertür, die auf der Schlossseite an der Zarge streifte. Er hatte die Scharniere 4 mm tief eingefräst, obwohl die Blätter 2,5 mm dick waren. Diese 1,5 mm zu viel pro Scharnier zogen die Tür zur Bandseite hin, und auf der anderen Seite klemmte sie deshalb.

Die Lösung war einfach. Drei Streifen Hartfaserplatte mit 1,5 mm unter die Blätter, Schrauben eine Umdrehung lösen und wieder anziehen. Das hat zehn Minuten gedauert, und die Tür schloss wieder. Hätte er flacher gefräst, hätte er nur etwas nachstechen müssen. Zu tief ist immer mehr Arbeit als zu flach, also fräs lieber einen Zehntel zu wenig und pass nach.

Was bestellst du jetzt?

Das hängt davon ab, wo du gerade stehst:

  • Du ersetzt ein vorhandenes Scharnier und willst nicht neu fräsen? Miss Größe und Blattstärke des alten Scharniers und such dasselbe Format in unserer Kollektion Scharniere und Türbänder.
  • Du hängst eine neue Tür ein und fräst selbst? Bestell das Scharnier plus die passende Schablone aus den Frässchablonen und vergiss die Scharnierschrauben nicht.
  • Du willst eine glatte Tür ohne sichtbares Scharnier? Wähl aus den unsichtbaren Scharnieren und nimm die Schablone des jeweiligen Herstellers dazu.
  • Du arbeitest an einer schweren Tür oder einer Außentür? Schau bei den Türbändern, die tragen mehr Gewicht.
  • Du willst die Fräse lieber gar nicht anfassen? Dann ist ein Aufschraubscharnier die Lösung.

Brauchst du Hilfe?

Du bist unsicher, welche Schablone zu deinem Scharnier gehört, oder weißt nicht genau, ob deine Tür dick genug für ein verdecktes Scharnier ist? Schick uns ein Foto des Scharniers mit einem Zollstock daneben. Dann suchen wir den Typ heraus und sagen dir direkt, welche Frässchablone dazu gehört.

Häufig gestellte Fragen

Wie tief muss ich ein Scharnier einfräsen?

Genau so tief, wie das Scharnierblatt dick ist. Bei den meisten Kugellagerscharnieren mit 76 x 76 und 89 x 89 mm sind das 2,5 mm. Bei einem Sicherheitsscharnier mit Bandseitensicherung sind es 3 mm. Miss das Blatt mit einem Messschieber nach, bevor du die Fräse einstellst.

Kann ich Scharniere ohne Schablone einfräsen?

Ja, mit einem scharfen Stechbeitel von 18 oder 25 mm lässt sich ein Scharnier auch von Hand einlassen. Zeichne den Umriss an, schlag die Kontur rundherum bis zur Blattstärke ein und stich das Holz in dünnen Spänen heraus. Das dauert länger und braucht eine ruhige Hand, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Welchen Fräser nehme ich für Scharniere?

Einen geraden Nutfräser mit 8 bis 12 mm in einer Oberfräse mit Kopierring. Der Kopierring läuft an der Frässchablone entlang, der Fräser trägt das Holz ab. Fräs in zwei Durchgängen, erst die halbe Tiefe und danach die volle, damit die Kante nicht ausreißt.

Muss ich die Zarge auch einfräsen?

Ja, bei einem normalen Blattscharnier bekommen sowohl die Tür als auch die Zarge eine Ausfräsung in voller Blattstärke. Teil die Stärke nicht auf zwei Seiten auf, sonst steht die Tür zu weit vor und schließt nicht bündig mit der Zarge.

Welche Scharniere muss man nicht einfräsen?

Aufschraubscharniere schraubst du direkt auf das Holz, ohne Ausfräsung. Auch Scharniere mit eckigen Ecken sind einfacher, weil du keine runden Formen nacharbeiten musst. Ein verdecktes oder unsichtbares Scharnier braucht dagegen die meiste Fräsarbeit.

Wie fräse ich unsichtbare Scharniere ein?

Immer mit der Frässchablone des jeweiligen Herstellers. Ein unsichtbares Scharnier mit zum Beispiel 160 x 32 mm verschwindet in einer tiefen Tasche in der Stirnseite der Tür und in der Zarge. Kubica, Argenta, AXA und Intersteel haben jeweils ihre eigene Schablone, und die sind nicht untereinander austauschbar.

Was mache ich, wenn ich zu tief gefräst habe?

Leg ein Unterlegplättchen unter das Scharnierblatt. Ein zugeschnittenes Stück Hartfaserplatte oder Sperrholz füllt den Raum auf, bis das Blatt wieder bündig liegt. Das funktioniert besser, als das Scharnier zu versetzen, denn dann sind die alten Schraubenlöcher im Weg.

In welcher Höhe sitzen die Scharniere?

Eine übliche Aufteilung ist 20 cm unter der Oberkante der Tür für das obere Scharnier, 25 cm über der Unterkante für das untere und das dritte genau dazwischen. Bei einer schweren Tür setzt du das dritte Scharnier etwas höher, näher an das obere.

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