Sleutelrozet rond
Schlüsselrosette oder Zylinderrosette: Welche Lochung hat deine Tür?
Eine runde Schlüsselrosette gehört zu einem Buntbart-Einsteckschloss mit altmodischem Buntbartschlüssel. Du erkennst sie an der Aussparung mit einem runden Loch oben und einem schmalen Schlitz darunter, der Form eines klassischen Schlüssellochs. Eine Zylinderrosette gehört zu einem Zylinderschloss und hat eine ovale Öffnung, durch die der Europrofilzylinder hindurchragt. Die beiden sind nicht austauschbar, auch wenn der Außendurchmesser gleich ist.
Schau also zuerst auf deine Tür, bevor du bestellst. Steckt ein Schlüssel mit Bart im Schloss, brauchst du eine Schlüsselrosette. Steckt ein flacher Schlüssel in einem ovalen Loch, ist es eine Zylinderrosette. Sitzt überhaupt kein Schloss in der Tür und willst du nur das Drückerloch abdecken, brauchst du eine Blindrosette. Auch die gibt es bei uns, und die meisten Serien liefern alle drei Varianten in derselben Formgebung. Bist du beim Schloss selbst unsicher, sieh dir das Angebot an Buntbart-Einsteckschlössern an.
Schlüsselrosette rund: Welche Größe passt auf deine Tür?
Runde Buntbartrosetten gibt es in drei gängigen Durchmessern: 50, 52 und 53 mm. Die 50 mm ist die kleinste und zurückhaltendste, die 53 mm die am häufigsten gewählte, weil sie alte Aussparungen großzügiger abdeckt. Der Achsabstand der Schraublöcher liegt in den Niederlanden fast immer bei 38 mm von Mitte zu Mitte, sodass du beim Austausch meist die vorhandenen Löcher weiterverwenden kannst. Miss diesen Abstand trotzdem nach, wenn deine Tür aus der Zeit vor 1980 stammt.
Die Dicke liegt zwischen 6 und 10 mm. Eine dünne Rosette mit 6 mm wirkt schlicht und flach, eine dickere mit 8 oder 10 mm steht deutlicher vor und passt besser zu einem kräftigen Türgriff. Befestigt wird mit M4-Schrauben von 25 bis 30 mm, je nach Türdicke. Unser Rat: Nimm beim Austausch 53 mm, denn damit deckst du Kratzer und alte Schraublöcher rund um die bestehende Rosette ab, ohne schleifen oder spachteln zu müssen.
Durchgeschraubte oder aufsteckbare Rosette: Was ist der Unterschied?
Bei einer durchgeschraubten Rosette siehst du vorn zwei Schraubenköpfe. Das ist die einfachste Montage und die günstigste Ausführung, und an einer klassischen Tür passt diese sichtbare Schraube gut ins Bild. Der Nachteil ist, dass der Schraubenkopf in derselben Farbe beschichtet ist und mit der Zeit von der Rosette selbst abweichen kann.
Bei einer aufsteckbaren Rosette schraubst du zuerst eine Unterrosette fest und klickst danach die sichtbare Kappe darüber. Von außen ist dann keine Befestigung mehr zu sehen. Das ist die sauberere Lösung und bei modernen Serien der Standard. Aufsteckbare Rosetten bauen etwas dicker auf, meist 8 bis 10 mm, weil Unterrosette und Kappe aufeinander liegen. Willst du auf einer dünnen Tür möglichst wenig Aufbau, ist eine durchgeschraubte Rosette mit 6 mm die flachere Wahl.
Rund, eckig oder oval: Wie wählst du die Form?
Funktional macht die Form keinen Unterschied, denn die Schlüsselaussparung und der Achsabstand der Schraublöcher sind gleich. Es geht allein um die Formensprache deiner Tür. Die Faustregel ist einfach: Nimm dieselbe Form wie bei deiner Drückerrosette. Hast du runde Drückerrosetten, ist eine runde Schlüsselrosette selbstverständlich. Sitzt eine eckige Drückerrosette an der Tür, wird es eine eckige Schlüsselrosette.
Rund ist die am häufigsten gewählte Form und passt zu fast jedem Stil, von einer Kassettentür aus den 30er Jahren bis zur glatten modernen Innentür. Ovale und rechteckige Schlüssellochrosetten sieht man häufiger bei klassischen und englischen Serien, bei denen die Schlüsselaussparung höher ausgeführt ist. Alle Formen nebeneinander findest du in der Kollektion Schlüsselrosetten. Möchtest du lieber einen Satz, bei dem Griff und Rosetten schon aufeinander abgestimmt sind, sieh dir die Türgriffe auf Rosette an.
Welche Farbe und Oberfläche wählst du?
Bei Messing entscheidet die Oberfläche darüber, was in den Jahren danach passiert. Lackiertes Messing behält seinen hellen Goldton, weil die Lackschicht das Metall abschließt. Unlackiertes Messing patiniert und dunkelt langsam nach, was manche gerade schön finden und andere jeden Monat wegpolieren. Getrommeltes Messing ist bei der Herstellung bewusst gealtert, dadurch hat es sofort diesen gelebten Charakter und Verfärbungen fallen nicht mehr auf.
Schwarz und Bronze werden meist in PVD ausgeführt. Diese Beschichtung sitzt hart auf dem Metall, verkratzt kaum und verfärbt sich nicht, auch nicht im Badezimmer. Pulverbeschichtung in Schwarz matt ist günstiger, kann aber abplatzen, wenn ein Schlüsselbund hart dagegen schlägt, und genau an einer Schlüsselrosette passiert das. Edelstahl gebürstet ist die neutrale Wahl und zeigt weniger Fingerabdrücke als Chrom. Gun Metal und Titan liegen im Ton zwischen Schwarz und Grau und wirken gut an dunklen Türen.
Wie tauschst du eine Schlüsselrosette aus?
Drehe die beiden Schrauben der alten Rosette heraus und nimm sie von der Tür. Sitzt eine aufsteckbare Rosette an der Tür, hebele die Kappe vorsichtig mit einem dünnen Spachtel oder einer alten Bankkarte ab, damit du das Türblatt nicht beschädigst. Unter der Rosette findest du oft verfärbtes Holz oder verfärbten Lack, und deshalb ist beim Austausch eine etwas größere Rosette eine vernünftige Wahl.
Setze die neue Rosette über das Schlüsselloch, richte die Löcher aus und ziehe die Schrauben mit der Hand an. Nimm keinen Akkuschrauber, denn in weichem Holz drehst du schnell durch und dann greift die Schraube nicht mehr. Prüfe nach der Montage, ob dein Schlüssel ohne Widerstand ins Schloss geht und wieder heraus. Streift der Schlüssel am Rand der Aussparung entlang, sitzt die Rosette eine Winzigkeit schief und du richtest sie kurz aus. Weitere Pflege ist nicht nötig, ein feuchtes Mikrofasertuch genügt.
Kurz zusammengefasst
Prüfe zuerst, ob du ein Buntbart-Einsteckschloss mit Buntbartschlüssel hast, wähle danach den Durchmesser und bleibe beim Austausch einer älteren Rosette bei 53 mm. Nimm dieselbe Form und Farbe wie bei deiner Drückerrosette, und wähle für ein Badezimmer oder eine viel genutzte Tür lieber PVD als Pulverbeschichtung. Bist du bei der Größe unsicher, schicke uns über das Kontaktformular ein Foto deiner Tür mit einem Maßband neben der Rosette. Bestellst du an einem Werktag bis 20:00 Uhr und ist dein Produkt vorrätig, geht es am selben Werktag in den Versand.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Schlüsselrosette und einer Zylinderrosette?
Eine Schlüsselrosette hat die Aussparung eines klassischen Schlüssellochs für einen Buntbartschlüssel und gehört zu einem Buntbart-Einsteckschloss. Eine Zylinderrosette hat eine ovale Öffnung für einen Europrofilzylinder. Die beiden sind nicht austauschbar, auch wenn der Außendurchmesser gleich ist.
Welche Größe Schlüsselrosette brauche ich?
Die gängigen Durchmesser sind 50, 52 und 53 mm, bei einem Achsabstand der Schraublöcher von 38 mm von Mitte zu Mitte. Beim Austausch einer älteren Rosette nimmst du 53 mm, weil du damit alte Schraublöcher und verfärbtes Holz abdeckst.
Passt eine runde Schlüsselrosette auf jedes Buntbart-Einsteckschloss?
Auf fast jedes niederländische Buntbart-Einsteckschloss ja, weil die Schlüsselaussparung und der Achsabstand von 38 mm standardisiert sind. Bei Türen aus der Zeit vor 1980 kann der Achsabstand abweichen, dann miss ihn zuerst nach.
Was ist der Unterschied zwischen einer durchgeschraubten und einer aufsteckbaren Rosette?
Bei einer durchgeschraubten Rosette siehst du vorn zwei Schraubenköpfe. Bei einer aufsteckbaren Rosette schraubst du eine Unterrosette fest und klickst die sichtbare Kappe darüber, sodass die Befestigung unsichtbar bleibt. Aufsteckbare Rosetten sind mit 8 bis 10 mm etwas dicker.
Patiniert unlackiertes Messing?
Ja, unlackiertes Messing dunkelt langsam nach und bekommt Patina. Willst du den hellen Goldton behalten, nimm lackiertes Messing. Getrommeltes Messing ist bewusst gealtert, dadurch fallen Verfärbungen nicht mehr auf.
Wie entferne ich eine aufsteckbare Rosette, ohne die Tür zu beschädigen?
Hebele die Kappe vorsichtig mit einem dünnen Spachtel oder einer alten Bankkarte zwischen Rosette und Türblatt ab. Zieh nicht an einer Ecke, sondern arbeite rundherum, damit sich die Rosette gleichmäßig löst.

