Telescopische raamuitzetter
Nach innen oder nach außen öffnend: Wo beginnt deine Wahl?
Die Öffnungsrichtung deines Fensters bestimmt, welcher Teleskop-Fensterfeststeller passt, und diese Entscheidung kommt vor Länge und Farbe. Öffnet sich der Fensterflügel nach innen in den Raum, brauchst du eine nach innen öffnende Ausführung. Schwingt der Flügel nach außen, wie bei den meisten Ausstellfenstern und Klappflügeln, ist es eine nach außen öffnende. AXA schreibt das in die Typenbezeichnung: Eine 30EX ist nach außen öffnend, eine Ausführung mit IN ist nach innen öffnend. Verwechselst du die beiden, zeigen die Drehpunkte des Feststellers in die falsche Richtung und du bekommst das Fenster nicht zu.
Manche Modelle, etwa die Teleskopfeststeller von DX, eignen sich für beide Richtungen. Das ist praktisch, wenn du unsicher bist oder wenn du mehrere Fenster im Haus mit unterschiedlicher Öffnungsrichtung auf einmal angehen willst. Unser Rat: Stell dich zuerst vor das Fenster, öffne es und schau, ob der Flügel auf dich zukommt oder sich von dir wegbewegt. Notiere das, und kümmere dich erst danach um Länge und Oberfläche.
Welche Länge brauchst du?
Teleskop-Fensterfeststeller werden nach Nennlänge verkauft: 20, 30, 35 und 50 cm sind die gängigen Maße. Dieses Maß bezieht sich auf die ausgezogene Länge der Stange, nicht auf die Breite deines Fensters. Ein Feststeller mit 20 cm stellt ein kleines Oberlicht oder ein WC-Fenster etwa eine Handbreit auf. Ein Feststeller mit 30 oder 35 cm ist die Standardwahl für ein gewöhnliches Ausstellfenster im Wohnzimmer oder Schlafzimmer. Eine Ausführung mit 50 cm nimmst du bei breiten Flügeln, die du weit öffnen willst, zum Beispiel über einer Arbeitsplatte.
Bei den Teleskopmodellen von DX steht das Maß als Bereich auf der Verpackung, zum Beispiel 225 bis 295 mm oder 325 bis 445 mm. Die erste Zahl ist die eingeschobene Länge, die zweite die voll ausgezogene. Miss in der Praxis den Abstand zwischen dem Befestigungspunkt am Blendrahmen und dem Befestigungspunkt am Flügel in der Stellung, die du erreichen willst. Kommst du auf 30 cm, nimmst du einen Feststeller, bei dem dieses Maß in der Mitte seines Bereichs liegt und nicht am äußersten Ende, denn so behältst du Spiel.
Was ist der Unterschied zu einem gewöhnlichen Fensterfeststeller?
Ein gewöhnlicher Fensterfeststeller ist eine feste Stange mit einigen Löchern oder Nocken, in die du den Flügel einhängst. Du hast also zwei oder drei feste Stellungen und sonst nichts. Ein Teleskop-Fensterfeststeller besteht aus zwei ineinander geschobenen Teilen mit einer Klemme oder Verriegelung, sodass du stufenlos oder in mehreren Stellungen wählen kannst, wie weit das Fenster offen steht. Das ist angenehm beim Lüften, weil du einen Spalt von wenigen Zentimetern genauso gut feststellen kannst wie ein ganz geöffnetes Fenster.
Der zweite Unterschied liegt in der Stabilität bei Wind. Ein fester Feststeller hält den Flügel an seinem Platz, solange er eingehängt ist, bei einer Böe kann der Haken aber aus dem Nocken springen. Eine Teleskopausführung klemmt die Stange fest, sodass der Flügel nicht zurückschlägt. Suchst du gerade die einfache Variante, schau beim gewöhnlichen Fensterfeststeller. Willst du alle Ausführungen nebeneinander sehen, findest du sie bei den Fensterfeststellern.
Welches Fenster braucht welchen Feststeller?
Bei einem Klappflügel, der oben angeschlagen ist und unten nach außen kippt, setzt du den Feststeller an die Seite des Flügels. Du wählst dann eine kurze Ausführung mit 20 oder 30 cm, weil der Flügel nur einen begrenzten Winkel macht. Bei einem Ausstellfenster, das um eine senkrechte Achse dreht, montierst du den Feststeller waagerecht auf den unteren Blendrahmenschenkel und wählst 30 bis 50 cm, abhängig davon, wie weit es sich öffnen lassen soll.
Bei einem hohen Oberlicht, das du mit der Hand nicht erreichst, funktioniert ein Teleskop-Fensterfeststeller nur, wenn du ihn mit einem Haken oder einer Stange bedienen kannst. Sitzt das Fenster auf Augenhöhe und geht es dir vor allem um Nachtlüftung, schau dir auch eine Fensterspaltsperre an, die den Flügel in einer festen Spaltstellung hält, ohne dass du ihn ganz öffnest. Für die komplette Übersicht über Verschlüsse, Griffe und Feststeller nebeneinander schaust du bei den Fensterbeschlägen.
Material und Farbe: Was merkst du davon?
Die Feststeller in dieser Kollektion gibt es in Weiß, Schwarz, Grau, Anthrazit, Aluminium und Edelstahl. Weiß und Schwarz sind beschichtete Ausführungen in den Standard-Rahmentönen RAL 9010 und RAL 9005, und die wählst du meistens, damit der Feststeller vor dem Rahmen nicht auffällt. Eine beschichtete Oberfläche nimmt Schaden, wenn du mit einer Fensterbankpflanze oder einem Putzeimer hart dagegenstoßt, also rechne bei einem viel genutzten Fenster mit der Zeit mit einem kleinen Kratzer.
Eine Ausführung aus Edelstahl ist die logische Wahl im Bad, in der Küche oder an der Küste, weil der Stahl bei Feuchtigkeit und Salz in der Luft nicht rostet. Aluminium ist leicht und verfärbt sich nicht, ist aber weicher als Edelstahl und damit anfälliger für Dellen. Schau bei der Farbe auch kurz auf deinen Fenstergriff, denn ein schwarzer Feststeller neben einem weißen Griff fällt sofort auf. Im Zweifel bietet die Farbe des Blendrahmens einen sichereren Ausgangspunkt als die Farbe der Beschläge.
Wie montierst du einen Teleskop-Fensterfeststeller?
Du beginnst mit dem Anzeichnen der beiden Befestigungspunkte: einer am Blendrahmen und einer am Flügel. Stell das Fenster in die Stellung, die du am häufigsten nutzt, halte den Feststeller daneben und zeichne an. Die Schraublöcher müssen ins Holz oder ins Kunststoffprofil fallen, nicht in die Dichtmasse und nicht ans Glas. Bohre danach mit einem Bohrer vor, der etwa achtzig Prozent des Schraubendurchmessers misst, damit das Holz nicht splittert.
Schraube zuerst das Rahmenteil fest, dann das Flügelteil, und teste danach fünf- bis zehnmal Öffnen und Schließen. Der Feststeller muss in jeder Stellung stehen bleiben, ohne dass du den Flügel halten musst. Läuft er schwer, prüfe, ob die beiden Teile genau in einer Linie liegen. Einen Versatz von wenigen Millimetern spürst du sofort als Widerstand im Teleskop. Zieh die Schrauben mit der Hand an und nicht mit dem Akkuschrauber, denn damit drehst du in weichem Holz schnell durch.
Pflege: Was hält ihn leichtgängig?
Sprüh die Teleskopachse einmal im Jahr mit Silikonspray ein und wisch den Überschuss ab. Nimm kein Öl und kein Fett, denn sie ziehen Staub an und dadurch läuft die Klemme erst recht schwer. Bei beschichteten Ausführungen lässt du Scheuerschwämme, Salmiakgeist und Aceton weg, weil die Lackschicht davon stumpf wird. Prüfe zweimal im Jahr, ob die Befestigungsschrauben noch fest sitzen, denn ein Fenster, das oft offen steht, vibriert bei Wind, und dadurch lockern sich die Schrauben mit der Zeit. Ein Feststeller, der zu wackeln beginnt, ist fast immer eine lose Schraube und selten ein verschlissener Mechanismus.
Kurz zusammengefasst
Kläre zuerst, ob dein Fenster nach innen oder nach außen öffnet, wähle danach die Länge anhand des gemessenen Abstands zwischen Blendrahmen und Flügel, und stimme die Farbe auf deinen Rahmen ab. Für ein gewöhnliches Ausstellfenster landest du in der Praxis fast immer bei 30 oder 35 cm. Bist du dir bei der Öffnungsrichtung oder beim Maß unsicher, schick uns über die Kontaktseite ein Foto des geöffneten Fensters. Bestellst du an einem Werktag bis 20:00 Uhr und ist dein Artikel vorrätig, wird er noch am selben Werktag versandt.
Häufig gestellte Fragen
Wie finde ich die richtige Größe für meinen Teleskop-Fensterfeststeller?
Miss den Abstand zwischen dem Befestigungspunkt am Blendrahmen und dem am Fensterflügel in der Stellung, die du am häufigsten nutzt. Für ein gewöhnliches Ausstellfenster kommst du meist auf 30 oder 35 cm, für ein kleines Oberlicht auf 20 cm und für einen breiten Flügel auf 50 cm.
Was ist der Unterschied zwischen nach innen und nach außen öffnend?
Es geht um die Seite, zu der sich der Fensterflügel bewegt, wenn du ihn öffnest. Bei AXA steht EX in der Typenbezeichnung für nach außen öffnend, so wie bei der 30EX. Die Teleskopfeststeller von DX eignen sich für beide Richtungen.
Wie funktioniert ein Teleskop-Fensterfeststeller?
Zwei ineinander geschobene Stangen werden mit einer Klemme auf der gewünschten Länge fixiert. Dadurch kannst du den Flügel auf jedem gewünschten Spalt feststellen statt nur in den zwei oder drei festen Stellungen eines gewöhnlichen Feststellers.
Wie montierst du einen Teleskop-Fensterfeststeller?
Stell das Fenster in die gewünschte Stellung, zeichne die beiden Befestigungspunkte an Blendrahmen und Flügel an, bohre mit etwa achtzig Prozent des Schraubendurchmessers vor und schraube zuerst das Rahmenteil fest. Teste danach fünf- bis zehnmal Öffnen und Schließen.
Lässt sich ein Teleskop-Fensterfeststeller abschließen?
Manche Ausführungen haben eine Verriegelung in der Klemme, mit der sich die Stellung von außen nicht verschieben lässt. Willst du das Fenster vor allem sicher auf Spalt stellen, ist eine Fensterspaltsperre dafür die passendere Wahl.
Worauf muss ich bei einer Ausführung aus Edelstahl achten?
Edelstahl ist die logische Wahl im Bad, in der Küche oder an der Küste, weil er bei Feuchtigkeit und Salz in der Luft nicht rostet. In einem trockenen Wohnzimmer bringt Edelstahl funktional wenig und du entscheidest vor allem nach Farbe.

