Was ist ein Tassenscharnier?
Ein Topfscharnier befindet sich an der Innenseite Ihrer Schranktür und ist daher von außen nicht sichtbar. Es wirkt elegant und unauffällig. Darüber hinaus sind fast alle modernen Topfscharniere in drei Richtungen verstellbar: Höhe, Tiefe und Seite. So können Sie eine schiefe Tür mit wenigen Umdrehungen eines Schraubenziehers begradigen.
Viele Modelle verfügen heutzutage auch über eine Soft-Close-Funktion: Eine integrierte Dämpfung zieht die Tür auf den letzten Zentimetern sanft zu. Schluss mit knallenden Schränken.
Topfscharniere sind auch als Schrank- oder Küchenschrankscharniere bekannt. Sie haben sich zum Standard für moderne Schränke entwickelt, gerade weil sie unsichtbar verdeckt sind und sich sehr präzise einstellen lassen.
Die drei Typen im Überblick
Die gesamte Entscheidung hängt von einer Sache ab: Wie passt Ihre Tür zum Schrank? Unten sehen Sie die drei Typen nebeneinander, anschließend erklären wir jeden einzelnen.
| Typ | Wie die Tür fällt | Überlappung mit der Seitenwand | Typische Situation |
|---|---|---|---|
| Abdeckung | Vollständig vor der Seitenwand | Deckt die Seitenwand vollständig ab | Freistehender Schrank, Tür an der Seite |
| Halbe Überlagerung | An einer gemeinsamen Trennwand | Halb über die Mauer | Zwei Türen an einer zentralen Wand |
| Einsatz | Innerhalb des Rahmens | Keine, bündig mit der Vorderseite | Eleganter Einbauschrank |
Falz-Topfscharnier: Die Tür fällt vor der Seitenwand ab.
Dies ist mit Abstand die häufigste Variante. Die Tür liegt vollständig vor der Seitenwand des Schranks und verdeckt diese komplett. Haben Sie einen Schrank mit einer Tür oder mit zwei Türen, die jeweils an einer eigenen Seitenwand anliegen? Dann benötigen Sie ein verdecktes Scharnier.
Sie finden sie in unserem Aufsteckbare Becherscharniere.
Halbüberlappendes Topfscharnier: Zwei Türen teilen sich eine Trennwand
Haben Sie zwei Türen, die an einer gemeinsamen Mittelwand aufeinandertreffen? In diesem Fall überlappt jede Tür die Wand nur zur Hälfte. Dafür verwendet man ein Halbüberlappungs-Topfscharnier, sodass beide Türen nebeneinander passen, ohne sich zu berühren.
Mehr dazu finden Sie auf unserer Website. Halbüberlappende Topfscharniere.
Eingelassenes Scharnier: Die Tür passt in den Rahmen.
Bei einer eingelassenen Tür sitzt diese *zwischen* den Seitenwänden und schließt bündig mit der Vorderseite des Schranks ab. Die Tür wird also in den Rahmen eingesetzt, anstatt darüber zu liegen. Für diesen Fall benötigen Sie ein eingelassenes Topfscharnier.
Sehen Sie sich die Optionen in unserem versenkte Topfscharniere.
Öffnungswinkel: 95, 110 oder 165 Grad?
Neben der Art des Scharniers bestimmt der Öffnungswinkel, wie weit sich Ihre Tür öffnen lässt. Der Standardwert liegt bei 110 Grad, was für die meisten Schränke ausreichend ist. Befinden sich Schubladen oder Körbe hinter der Tür, die Sie vollständig freihalten möchten? Dann wählen Sie einen größeren Winkel. Für nebeneinander stehende Schränke, die schräg angeordnet sind, gibt es spezielle Scharniere mit einem Öffnungswinkel von bis zu 165 Grad, damit sich die Türen nicht gegenseitig behindern.
Soft-Close: Schließt sanft und ohne lautes Knallen.
Viele Topfscharniere sind mit Soft-Close-Funktion erhältlich. Ein integrierter Dämpfer zieht die Tür auf den letzten Zentimetern sanft zu. Schluss mit knallenden Schränken und langfristig weniger Verschleiß. Besitzen Sie ältere Scharniere ohne Dämpfung? Dann sind separate Nachrüstdämpfer erhältlich, die Sie problemlos montieren können.
Bohren und montieren
Ein Topfscharnier wird in eine runde Öffnung an der Innenseite der Tür, die sogenannte Topföffnung, eingesetzt. Diese Öffnung wird mit einem speziellen Topfbohrer gebohrt. Die Standardgröße beträgt 35 mm, bei kleineren Scharnieren manchmal 26 mm. Prüfen Sie daher vor dem Bohren, welchen Durchmesser Ihr Scharnier benötigt.
Die Montage können Sie ganz einfach selbst durchführen.Bohren Sie das Loch, schrauben Sie das Scharnier in die Tür, befestigen Sie die Montageplatte am Schrank und klicken Sie beides zusammen. Justieren Sie die Tür anschließend mit den drei Schrauben, bis sie gerade hängt und sauber schließt. Schrauben verloren oder zu kurz? Schauen Sie in unserem Sortiment nach. Befestigungsmaterial.
Worauf achten Sie bei der Auswahl?
- Die Art. Überlappend, halbüberlappend oder eingelassen, je nachdem, wie Ihre Tür auf den Schrank passt.
- Der Öffnungswinkel. 110 Grad sind in der Regel ausreichend, 165 Grad für Eckkonfigurationen.
- Mit oder ohne Soft-Close-Funktion. Ein gedämpfter Verschluss ist komfortabel und beugt Abnutzung vor.
- Die Bohrungsgröße. Üblicherweise 35 mm, manchmal 26 mm. Gut zu wissen, bevor Sie bohren.
- Die Anzahl pro Tür. Zwei Scharniere für eine Standard-Schranktür, drei für eine hohe oder schwere Tür.
Aus der Praxis unseres Ausstellungsraums
Die Frage, die uns am häufigsten gestellt wird: Jemand kommt mit einem kaputten Türscharnier herein und möchte „genau dasselbe“. Wir stellen dann immer eine Gegenfrage: Machen Sie doch einfach ein Foto davon, wie Ihre Tür schließt.
In neun von zehn Fällen können wir anhand dessen sofort erkennen, ob es sich um ein flächenbündiges, halbflächenbündiges oder eingelassenes Türblatt handelt. Das erspart Ihnen einen zweiten Weg, denn Sie kommen mit dem falschen Türblatt nach Hause und die Tür lässt sich immer noch nicht schließen.
Brauchen Sie Hilfe?
Sie sind sich nicht sicher, ob Ihre Garderobe überlappend, halbüberlappend oder mit Einsätzen versehen ist? Kein Problem, genau diese Frage bereitet den meisten Menschen Kopfzerbrechen. Sehen Sie sich unser Sortiment an. Topfscharniere Oder schicken Sie uns eine Nachricht mit einem Foto Ihres Schranks. Wir helfen Ihnen gerne, das passende Scharnier zu finden, damit Ihre Tür wieder einwandfrei schließt.
Häufig gestellte Fragen
Woran erkenne ich, ob ich eine Überlagerung oder eine Einlage benötige?
Schauen Sie sich an, wie die Tür am Schrank anliegt. Liegt die Tür vor der Seitenwand und bedeckt diese? Dann handelt es sich um eine aufliegende Tür. Liegt die Tür zwischen den Seitenwänden und schließt bündig mit der Vorderseite ab? Dann ist sie eingelassen.
Was bedeutet „halbes Deck“?
Man verwendet ein Halbüberlappungssystem, wenn zwei Türen an eine einzelne Trennwand angrenzen. Jede Tür überlappt dann nur die Hälfte dieser Wand, sodass sie nebeneinander passen.
Wie viele Topfscharniere benötige ich pro Schranktür?
Für eine Standard-Schranktür reichen zwei Scharniere aus. Für eine hohe oder schwere Tür empfehlen wir drei.
Welchen Topfbohrer benötige ich?
Für die meisten Topfscharniere bohren Sie ein 35-mm-Loch mit einem speziellen Topfbohrer. Kleinere Scharniere benötigen mitunter ein 26-mm-Loch. Prüfen Sie daher immer, welchen Durchmesser Ihr Scharnier benötigt.
Kann ich ein Tassenscharnier selbst einstellen?
Ja. Ein modernes Topfscharnier verfügt über drei Stellschrauben, mit denen Sie die Tür in Höhe, Tiefe und seitlich justieren können. So lässt sich eine schiefe Tür in wenigen Minuten begradigen.


