WC-Schloss schwarz für Bad und Toilette
Was unterscheidet ein WC-Schloss von einem normalen Zimmertürschloss?
Ein WC-Schloss, also ein Badezimmer- oder Toilettenschloss, hat kein Schlüsselloch, sondern eine vierkantige Aufnahme für einen Stift von 8 mm. Auf der Innenseite drehst du diesen Stift mit einem Knauf um, danach springt die Anzeige an der Außenseite von frei auf besetzt. In derselben äußeren Rosette sitzt eine Notentriegelung, meistens ein Schlitz, in den du eine Münze oder einen flachen Schraubendreher setzen kannst. So bekommst du die Tür von außen auf, ohne sie aufbrechen zu müssen.
Das Schloss selbst verschwindet in der Tür. Sichtbar bleibt nur der Stulp in der Türkante, und der ist bei den schwarzen Ausführungen in RAL 9005 einbrennlackiert oder mit einer schwarzen PVD-Schicht versehen. Das übrige Schwarz, das du siehst, sitzt im Verschluss und in den Türdrückern, und die kaufst du separat. Das ist gleich das häufigste Missverständnis: Ein Schloss aus dieser Kategorie enthält keine Türdrücker und keine Rosetten, außer es steht ausdrücklich dabei.
Welche Maße musst du messen, bevor du bestellst?
Es gibt drei Maße, die darüber entscheiden, ob das Schloss passt. Das erste ist der Abstand von der Mitte des Drückerlochs bis zur Mitte des Stifts, im Fachhandel Entfernung genannt. Für den niederländischen Wohnungsbau sind das 63 mm, was du auf der Verpackung als WC 63/8 wiederfindest. Die 8 steht für den Vierkantstift von 8 mm. In Deutschland ist dagegen 78/8 verbreitet, ebenso in belgischen Türen und in älterem Bestand. Miss das also in jedem Fall nach, wenn du ein vorhandenes Schloss ersetzt.
Das zweite Maß ist das Dornmaß, der Abstand vom Stulp bis zur Mitte des Drückerlochs. Gängig sind 50, 55 und 60 mm. Dieses Maß bestimmt, wie weit der Türdrücker von der Türkante entfernt sitzt, und es ist nicht austauschbar. Das dritte Maß ist der Stulp. Bei Schlössern für den Wohnungsbau sind 235 x 20 mm der Standard, in gerader oder in abgerundeter Ausführung. Ein Schmalrahmenschloss hat einen schmaleren Stulp und ein kleineres Dornmaß und ist für Türen mit schmalem Rahmen gedacht, etwa aus Aluminium oder Glas.
Unser Rat beim Austausch: Schraube das alte Schloss heraus, lege es vor dich auf den Tisch und miss Dornmaß, Entfernung und Stulp mit einem Messschieber nach. Zwei Minuten messen ersparen eine Rücksendung. Siehst du an der Türkante einen abgerundeten Stulp, dann bestelle auch abgerundet, denn eine gerade Platte passt nicht in eine rund ausgefräste Aussparung.
Magnetschloss oder Schloss mit gewöhnlicher Falle?
In dieser Kategorie stehen beide Ausführungen. Bei einem gewöhnlichen Schloss steht die schräge Falle immer heraus und schleift beim Zuziehen über das Schließblech. Das gibt das bekannte Klacken und nach einigen Jahren eine sichtbare Kratzstelle auf dem Schließblech, was bei schwarzen Beschlägen zusätzlich auffällt, weil die Beschichtung dort abgetragen wird.
Beim Magnetschloss bleibt die Falle im Schloss und wird erst in dem Moment herausgezogen, in dem die Tür an das Schließblech kommt. Es gibt also keinen Kontakt während des Schließens, kein Schleifgeräusch und keine Verschleißstelle. Für ein Bad oder eine Toilette am Flur mit den Schlafzimmern ist das merklich leiser. Unser Rat: Wähle bei neuen Türen und bei schwarzen Schließblechen eine Magnetausführung, denn genau dort zeigt sich der Verschleiß am schnellsten.
Einbrennlackiertes Schwarz oder PVD-Schwarz, wo liegt der Unterschied?
Schwarz ist kein Material, sondern eine Oberfläche, und es gibt zwei Wege dorthin. Bei einem einbrennlackierten oder pulverbeschichteten Stulp liegt eine Lackschicht auf dem Stahl. Die ist tief matt und farbbeständig, kann aber bei einem harten Schlag mit einem Bohrer oder einem Schraubendreher örtlich abplatzen, wodurch der blanke Stahl darunter sichtbar wird.
Bei PVD-Schwarz ist die Farbe in einem Vakuumverfahren auf das Metall aufgedampft. Diese Schicht ist dünner und deutlich härter, sie kratzt kaum und verfärbt sich nicht. Du findest das unter anderem in den Ausführungen von Formani und FMB. Für einen Stulp, den du nach der Montage nie mehr anfasst, ist einbrennlackiert völlig ausreichend. Arbeitest du mit dem Schraubendreher flach an der Platte entlang, dann ist PVD die sicherere Wahl.
Welcher Verschluss und welche Türdrücker gehören dazu?
Das Schloss bestimmt die Technik, der Verschluss bestimmt, was du siehst. Ein WC-Verschluss für Bad und Toilette besteht aus zwei Rosetten: innen ein Drehknauf, außen eine Anzeige mit Notentriegelung. Rund und eckig sind die beiden Formen, und die wählst du passend zur Form deiner Drückerrosetten. Runder Beschlag mit einem eckigen Verschluss daneben fällt sofort auf. Die einzelnen Teile findest du bei WC-Verschluss schwarz rund oder bei WC-Verschluss schwarz eckig.
Willst du das klassische Bild, bei dem Drücker und Verschluss zusammen auf einer länglichen Platte sitzen, dann wählst du einen WC-Verschluss schwarz auf Langschild. Das passt zu Altbauten aus den 1930er Jahren und zur Renovierung, wo die alte Aussparung in der Tür schon länglich ist. Für die Türdrücker selbst kombinierst du meist mit einer Rosettengarnitur schwarz matt im gleichen Ton. Achte dabei auf den Drückerstift von 8 mm Vierkant und auf deine Türstärke, denn bei Türen dicker als 42 mm brauchst du einen längeren Stift.
Pflege in einem Raum mit viel Feuchtigkeit
Ein Bad ist warm und feucht, und das merkst du am Stift. Der dreht sich nach ein paar Jahren schwerer, weil Seifenreste und Kalk in die Mechanik ziehen. Schmiere das Schloss einmal im Jahr mit einem trockenen Teflonspray über den Stulp und die Stiftöffnung. Nimm kein Kriechöl und kein WD-40, denn die ziehen Staub an und geben Flecken auf schwarzen Oberflächen.
Die sichtbaren Teile wischst du mit einem feuchten Tuch und einer milden Seife ab und reibst sie danach trocken. Bei hartem Wasser hinterlässt ein antrocknender Tropfen einen weißen Kalkfleck auf mattem Schwarz, und der lässt sich mit aggressivem Reiniger nicht wegpolieren, ohne die Beschichtung stumpf zu machen. Klemmt die Tür trotz eines leichtgängigen Schlosses, dann liegt es meist nicht am Schloss, sondern am Schließblech, das etwas versetzt werden muss.
Kurz zusammengefasst
Miss zuerst die Entfernung, denn 63 mm ist der niederländische Standard und in Deutschland ist 78 mm verbreitet. Wähle danach das Dornmaß von 50, 55 oder 60 mm und achte auf die Form des Stulps, gerade oder abgerundet. Nimm bei neuen Türen eine Magnetausführung und bestelle den Verschluss und die Türdrücker im gleichen Schwarzton dazu. Die komplette Technik ohne Farbfilter findest du bei den Bad- und WC-Schlössern. Bist du beim Dornmaß unsicher, dann schicke ein Foto deines ausgebauten Schlosses an info@tuergriff-expert.de. Bestellst du bis 20:00 Uhr und ist das Produkt auf Lager, wird es am selben Werktag versandt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein WC-Schloss genau?
Ein WC-Schloss ist ein Einsteckschloss ohne Schlüsselloch, mit einer vierkantigen Stiftöffnung von 8 mm. Innen drehst du es mit einem Knauf zu, außen springt die Anzeige auf besetzt und dort sitzt eine Notentriegelung für eine Münze oder einen flachen Schraubendreher.
Welche Größe brauche ich bei einem WC-Schloss?
Schau auf die Entfernung zwischen Drückerloch und Stift. Im niederländischen Wohnungsbau sind das 63 mm, angegeben als WC 63/8. In Deutschland ist 78/8 verbreitet, ebenso in belgischen und älteren Türen. Daneben wählst du ein Dornmaß von 50, 55 oder 60 mm.
Was bedeutet 63/8 auf der Verpackung?
Die 63 ist der Abstand in Millimetern von der Mitte des Drückerlochs bis zur Mitte des Stifts. Die 8 steht für den Vierkantstift von 8 mm, der durch den WC-Verschluss läuft.
Sind die Türdrücker und der Verschluss beim Schloss dabei?
Nein, ein Schloss aus dieser Kategorie ist nur das Einsteckschloss mit Stulp. Den sichtbaren WC-Verschluss und die Türdrücker bestellst du separat, damit du Form und Schwarzton auf deine übrigen Beschläge abstimmen kannst.
Was ist der Vorteil eines Magnet-WC-Schlosses?
Die Falle bleibt im Schloss und kommt erst am Schließblech heraus. Es gibt also keinen Schleifkontakt, was das Schließen leiser macht und die Verschleißstelle auf dem schwarzen Schließblech verhindert.
Wie bekomme ich ein zugedrehtes WC-Schloss von außen auf?
In der äußeren Rosette sitzt ein Schlitz für die Notentriegelung. Setze dort eine Münze oder einen flachen Schraubendreher ein und drehe eine Vierteldrehung. Die Anzeige springt zurück auf frei und die Tür lässt sich öffnen.

