Messing-Fensterfeststeller
Was macht ein Fensterfeststeller genau?
Ein Fensterfeststeller hält ein Drehfenster in einer festen Spaltstellung offen. Ohne Feststeller fällt ein offenstehendes Fenster beim ersten Windstoß zu oder schlägt nach außen gegen die Fassade. Ein Feststeller besteht aus einer Stange an der Fensterseite und einem oder mehreren Raststiften am Blendrahmen. Du lässt die Stange auf den Stift fallen und das Fenster steht fest.
Das ist etwas anderes als ein Fensterverschluss, der das Fenster geschlossen hält, und etwas anderes als ein Fensterwirbel, der nur als drehbarer Riegel arbeitet. Willst du beide Funktionen, montierst du einen Feststeller und einen Verschluss nebeneinander am selben Fenster.
Lackiertes, unlackiertes oder getrommeltes Messing, was wählst du?
Das ist die Entscheidung, die bestimmt, wie dein Fenster in fünf Jahren aussieht, und sie wird oft überlesen.
Lackiertes Messing hat eine transparente Lackschicht über dem Messing. Dadurch bleibt der warme Goldglanz jahrelang gleich und du musst nichts daran tun. Nachteil ist, dass der Lack an Stellen, die du täglich anfasst, mit der Zeit abnutzen kann und das Messing dort dann anläuft. Das ergibt ein fleckiges Bild, das sich nur durch erneutes Lackieren beheben lässt.
Unlackiertes Messing hat keine Schutzschicht und läuft an. Im ersten Jahr wird es dunkler und wärmer, danach bekommt es eine braunbronzene Patina. Viele wählen das bewusst für ein Haus aus den dreißiger Jahren oder ein Baudenkmal. Willst du den Glanz zurück, polierst du es mit Messingpolitur wieder auf.
Getrommeltes oder gealtertes Messing ist vorab künstlich dunkel gemacht, sodass es sofort alt wirkt. Danach verändert es sich kaum noch.
Unser Rat: Nimm lackiert, wenn deine Beschläge in zehn Jahren genauso aussehen sollen wie heute, und nimm unlackiert, wenn du sie mit dem übrigen Interieur nachdunkeln lassen willst. Unsere aktuelle Ausführung in dieser Kategorie ist lackiertes Messing in Kombination mit einem Knauf aus Ebenholz.
Welche Stangenlänge brauchst du?
Die Stangenlänge bestimmt, wie weit sich dein Fenster öffnen lässt. Üblich sind 200 bis 300 mm, womit du das Fenster etwa 15 bis 25 cm weit aufbekommst. Für ein kleines Oberlicht sind 200 mm reichlich, für ein breites Drehfenster im Wohnzimmer willst du 300 mm.
Miss vor der Bestellung den Abstand zwischen dem Punkt am Blendrahmen, an den der Raststift kommt, und dem Punkt am Fensterholz, an dem die Stange festgeschraubt wird, bei geschlossenem Fenster. Ist dieser Abstand klein, steht die Stange in geschlossener Stellung zu weit nach innen und stößt gegen die Fensterbank. Halte mindestens 5 cm unter der Stange frei.
Raststifte, wie viele Stellungen willst du?
Ein Feststeller mit Raststiften arbeitet mit einer Stange mit Löchern oder Schlitzen, die du über einen Stift am Blendrahmen einrasten lässt. Montierst du zwei Stifte, hast du zwei feste Stellungen, zum Beispiel eine Spaltstellung für die Nacht und eine weite Stellung für tagsüber. Die Stifte liegen dem Produkt lose bei, sodass du selbst bestimmst, welchen Abstand sie zueinander haben.
Setze den ersten Stift auf die Spaltstellung, die du in der Praxis am häufigsten nutzt, und bohre ihn erst fest, nachdem du es am Fenster ausprobiert hast. Ein Stift, der 2 cm falsch sitzt, ergibt ein Fenster, das einfach nicht angenehm steht.
Wo passt Messing und wo nicht?
Messing passt zu Holzfenstern in einem Vorkriegshaus, zu einem Interieur aus den dreißiger Jahren und zu denkmalgeschützten Gebäuden, wo die übrigen Beschläge ebenfalls Messing sind. An einem weißen Kunststofffenster oder einem anthrazitgrauen Aluminiumrahmen wirkt Messing dagegen deplatziert. Dort wählst du besser Edelstahl, Weiß oder Schwarz aus der breiteren Kategorie Fensterfeststeller.
Wohnst du am Meer, ist Messing durchaus eine Überlegung wert: Es rostet nicht, während Stahl das sehr wohl tut. Unlackiertes Messing läuft in Seeluft schneller dunkel an als im Inland.
Ein Fensterfeststeller ist keine Einbruchsicherung
Das solltest du wissen, bevor du bestellst. Ein Fensterfeststeller hat keine SKG-Sterne (SKG = niederländisches Sicherheitsgütesiegel) und hält niemanden auf. Er hält das Fenster offen, nicht geschlossen. Willst du deine Fenster im Erdgeschoss einbruchhemmend machen, brauchst du einen abschließbaren Fensterverschluss. Schau dafür bei den abschließbaren Fensterverschlüssen aus Messing. Für die gewöhnliche, nicht abschließbare Variante schaust du bei den Fensterverschlüssen aus Messing.
So montierst du einen Fensterfeststeller aus Messing
Halte die Stange in der Höhe an das Fensterholz, in der sie sitzen soll, meist auf etwa zwei Dritteln der Fensterhöhe. Zeichne die Schraublöcher an. Bohre mit einem Holzbohrer von etwa 2,5 mm bei Hartholz und 2 mm bei Fichtenholz vor, und nicht tiefer als die Schraubenlänge. Schraube die Stange mit Messingschrauben fest, denn verzinkte Schrauben fallen auf und können Rostspuren auf dem Holz hinterlassen.
Stelle danach das Fenster in die gewünschte Stellung, lass die Stange hängen und zeichne an, wo der Stift hinkommt. Bohre vor und dreh den Stift fest. Teste, indem du das Fenster zehnmal öffnest und schließt. Die Stange muss von allein über den Stift fallen, ohne dass du sie anheben musst.
Pflege von Messing
Wische lackiertes Messing mit einem feuchten Mikrofasertuch ab und trockne es nach. Nimm kein Scheuermittel, kein Ammoniak und kein Aceton, denn die greifen die Lackschicht an. Unlackiertes Messing polierst du ein bis zwei Mal im Jahr mit Messingpolitur auf, wenn du den Glanz zurück willst. Lässt du es in Ruhe, patiniert es weiter und das ist kein Schaden.
Behandle den Drehpunkt der Stange einmal im Jahr mit einem Tropfen Silikonspray. Nimm kein Öl und kein Fett, denn daran bleibt Staub kleben.
Fazit
Bei einem Fensterfeststeller aus Messing dreht sich alles um zwei Dinge: die Oberfläche, die bestimmt, wie er in fünf Jahren wirkt, und die Stangenlänge, die bestimmt, wie weit sich dein Fenster öffnen lässt. Unser Angebot in Messing ist klein und bewusst auf klassische Holzfenster ausgerichtet. Suchst du mehr Auswahl in Farbe oder Ausführung, schau in der Hauptkategorie Fensterbeschläge. Bis 20:00 Uhr bestellt und vorrätig, dann verlässt deine Bestellung uns noch am selben Werktag.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen lackiertem und unlackiertem Messing?
Lackiertes Messing hat eine transparente Lackschicht und behält jahrelang denselben Goldglanz. Unlackiertes Messing läuft an und bekommt innerhalb eines Jahres eine dunklere braunbronzene Patina, die du mit Messingpolitur wieder aufpolieren kannst.
Welche Stangenlänge brauche ich für meinen Fensterfeststeller?
Für ein kleines Oberlicht genügen 200 mm, für ein breites Drehfenster im Wohnzimmer wählst du 300 mm. Damit bekommst du das Fenster etwa 15 bis 25 cm weit auf.
Ist ein Fensterfeststeller einbruchhemmend?
Nein. Ein Fensterfeststeller hält das Fenster offen und hat kein SKG-Siegel. Für Einbruchhemmung im Erdgeschoss brauchst du einen abschließbaren Fensterverschluss.
Kann ich Messingbeschläge an einem Kunststofffenster montieren?
Technisch schon, doch Messingschrauben greifen in Kunststoff schlechter als in Holz und du brauchst häufig Blechschrauben oder eine durchgehende Verschraubung. Optisch passt Messing zudem schlecht zu einem weißen Kunststofffenster.
Wo am Fenster montiert man einen Fensterfeststeller?
Auf etwa zwei Dritteln der Fensterhöhe, auf der den Bändern gegenüberliegenden Seite. So hast du die größte Hebelwirkung und das Fenster steht in geöffneter Stellung stabil.
Läuft Messing am Meer schneller an?
Ja, in Seeluft verfärbt sich unlackiertes Messing deutlich schneller als im Inland. Messing rostet dabei nicht, es bleibt also funktional in Ordnung. Willst du die Farbe stabil halten, dann wähle eine lackierte Ausführung.

